Selbsthilfe

Manchmal können auch kleine Dinge schon einen Unterschied machen. Besonders dann, wenn sich mehrere kleine Dinge ergänzen.

In diesem Sinne möchte ich hier ein paar kleine Hilfen und Tipps vorstellen, mit denen man selbst an seiner Depression und den zugrunde liegenden Programmierungen arbeiten kann.

Lächle doch mal!

Hört sich zwar total bescheuert und naiv an - funktioniert aber tatsächlich: Lächeln bessert die Stimmung auf.

Es gibt eine eindeutig nachgewiesene Wechselwirkung von Körpersprache und Gemüt. Wir kennen diese meist nur in einer Richtung: wenn wir uns schlecht fühlen, dann hängt unser Gesicht nach unten. Wenn wir uns Sorgen machen, dann runzeln wir vieleicht die Stirn. Und wenn es uns gut geht oder wenn wir Spaß haben, dann lächeln wir.

Das funktioniert aber auch andersherum: wenn wir einfach mal Lächeln, obwohl uns eigentlich nicht danach ist, dann spüren wir unmittelbar, dass es uns besser geht.

Wenn man die ersten Male diese Lächeltherapie an sich selnst ausprobiert, dann fühlt sie sich anfangs "falsch" an. Man hat dann das Gefühl, dass man doch nicht einfach lächeln darf, obwohl es einem schlecht geht. Vieleicht glaubt man, man setzt dadurch eine Maske auf und verstellt sich.
Das verläuft auch oft unbewußt: man lächelt, aber das Lächeln kommt nicht im Innern an, weil unser innerer Zensor es nicht hereinläßt.
Dieser Widerstand wird sich aber mit der Zeit legen - ja sogar wesentlich schneller als man erwartet.

Das Tagebuch der guten Dinge

Oft fühlt man sich gerade abends beim Einschlafen schlecht, weil man meint, man hätte nicht genug am Tag geschaft, den Schlaf nicht verdient. Hier kann das Tagebuch der guten Dinge helfen.

Als depressiver Mensch neigt man dazu, die guten Dinge zu vergessen und erinnert sich umso besser an die schlechten. An den schlechten Dingen hält man sich dann stundenlang auf - kreisende Gedanken.
Deshalb folgender Tipp: kauf Euch ein kleines Notizbuch und einen schönen Stift. Beides legt Ihr dann auf Euren Nachttisch. Wenn Ihr dann zu Bett geht, dann nehmt Ihr beides zur Hand und schreibt 5 Dinge auf, die an diesem Tag gut waren. Das kann ein kleiner Erfolg beim Lernen oder der Arbeit sein, oder Ihr habt endlich mal wieder gestaubsaugt, oder Euer Gehalt bekommen, oder ... völlig egal. Wenn Ihr meint, dass das Erlebnis gut war, dann gehört es in Euer Buch der guten Dinge.

Mit diesem positiven Tagebuch hatte ich zu Anfang durchaus meine Probleme; da war es ganz schön schwierig diese 5 Dinge zusammen zu bekommen. Aber es wird von Tag zu Tag besser. Und mit jedem Tag fühlt man sich danach entspannter und gelassener. Und schläft erholsamer.
Rechtlicher Hinweis!
Die Informationen auf dieser Seite werden von Betroffenen für Betroffene erstellt. Die Autoren sind medizinische Laien, die diese Informationen alleine aus ihren eigenen Erfahrungen und Recherchen zusammenstellen.
Sie sollten Informationen von dieser Seite niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder dem Verdacht auf das Vorliegen einer Depression fragen Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!